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Schwarze Schafe im Visier
Rheinischer Merkur, 26.04.2003
Mangelnde Liquidität durch einen wachsenden Berg offener Forderungen
ist immer häufiger der Grund für Insolvenzen. Aber auch Privatpersonen
tätigen Geschäfte, deren Misslingen viel Geld kosten kann - etwa
wenn der Mieter nicht zahlt oder dem Dachdecker nach halber Arbeit
die Luft ausgeht. Es empfiehlt sich daher nicht zuletzt aufgrund
der angespannten Wirtschaftslage, über die Bonität des Vertragspartners
Bescheid zu wissen.
Auskunfteien sammeln und speichern Daten von Millionen Unternehmen,
zum Teil auch von Privatpersonen, und stellen diese Informationen
ihren Kunden zur Verfügung. Quellen sind die öffentlich zugänglichen
Handels- und Schuldenregister, der Bundesanzeiger, aber auch Presse-
und Internetveröffentlichungen. Einige Anbieter holen zusätzlich
per Telefon oder Hausbesuch eine Selbstauskunft von Unternehmen
ein. Namhafte Adressen sind Bürgel, Creditreform, die DWA Wirtschaftsauskunft
und Dun & Bradstreet.
Der Blick in die finanzielle Intimsphäre ist einfach. Via Internet
und Passwort gelangt man in das jeweilige Archiv. Firmeninformationen
können in verschiedenen Quantitäten abgerufen werden. Eine Vollauskunft
gestattet den Einblick in eine Fülle von Einzeldaten wie Beteiligungsverhältnisse,
Bilanzen oder wirtschaftliches Umfeld. Wer wissen will, ob jemand
zuverlässig und pünktlich zahlt, ist mit einer Kurzauskunft bedient.
Dazwischen gibt es - je nach Informationsbedarf - abgestufte Varianten.
Auch Wirtschaftsauskünfte über International tätige Unternehmen
sind möglich, wobei länderspezifische Abstriche bei Datenumfang
und Datenqualität gemacht werden müssen. Bein einigen Anbietern
ist eine spezielle Software Vorraussetzung für den Datenbankzugang.
Der Internet-Service kann bei allen genannten Anbietern an sieben
Wochentagen rund um die Uhr genutzt werden.
Bisher arbeiten vorwiegend mittlere und größere Unternehmen mit
Auskunfteien zusammen. Kleinere Firmen, Freiberufler und Privatpersonen
sind eher seltene Kunden, denn: Das Ganze hat einen Haken. Obligatorisch
für die Nutzung des Angebotes ist eine Mitgliedschaft bei der Auskunftei.
Diese dauert mindestens ein Jahr und erneuert sich automatisch bei
nicht rechtzeitiger Kündigung. Von vielen wird eine solche Mitgliedschaft
als lästig oder zu teuer empfunden. Vor allem dann, wenn nicht generell,
sondern nur in Zweifelsfällen die externen Rechercheure bemüht werden
sollen. Speziell diesem Interessentenkreis bietet die DWA Wirtschaftsauskunft
(DWA), Krefeld, neuerdings einen Bonitätscheck ohne Mitgliedschaft,
anstelle eines Jahresbeitrages werden die Informationen ausschließlich
nach Anzahl der Abrufe berechnet.
Das Unternehmen stellt seine Leistungen nur online zur Verfügung.
Vorraussetzung ist ein PC oder Macintosh-Rechner mit Internet-Zugang.
Eine besondere Zugangssoftware ist nicht erforderlich. Die Freischaltung
erfolgt unmittelbar nach der Anmeldung auf der DWA-Homepage und
der Einsendung des Nutzungsvertrages. Danach kann sich der Nutzer
einloggen und Auskünfte per Mausklick abrufen.
www.dwa-wirtschaftsauskunft.de
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