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Miet-Schulden - Was können Vermieter tun?

Als Hausverwalter gehört für Rudolf Erhardt der Umgang mit Mietern zum täglichen Geschäft. Er kennt deren Rechte und Pflichten ganz genau und weiß auch, dass sich seit geraumer Zeit in ganz Deutschland Mietausfälle häufen. Dennoch hätte er es niemals für möglich gehalten, dass die schlechte Zahlungsmoral auch ihn privat einmal treffen könnte.

Er besitzt ein Haus in Brandenburg, das er früher einmal selbst bewohnt hat. Ende vergangenen Jahres hat er es dann an eine kinderreiche Familie vermietet, die Arbeitslosengeld II bezieht. Eine Entscheidung, die er im Nachhinein bereut, denn schon jetzt haben sich rund tausend Euro Schulden angesammelt. So sind beispielsweise noch Rechnungen für Malerarbeiten und Heizöl offen und Anfang April wurden statt 620 nur 420 Euro Miete überwiesen. Rudolf Ehrhardt:

Damit es gar nicht soweit kommt, können sich Immobilienbesitzer im Vorfeld schützen.

  • So ist es beispielsweise hilfreich, vor Unterzeichnung des Mietvertrages ein Gespräch mit dem ehemaligen Vermieter zu führen.

  • Eine Selbstauskunft der Mieter kann Aufschluss über Einkommen oder laufende Kredite geben.

  • und wer sich vom Interessenten eine Eigenauskunft der Schufa vorlegen lässt, sichert sich noch zusätzlich ab.

Auch professionelle Auskunftsbüros bieten Vermietern Hilfe an. Hier können sie sich gegen Gebühr über die bisherige Zahlungsmoral der künftigen Mieter informieren. Vor allem, wenn es schnell gehen muss, ist eine Online-Anfrage von Vorteil, denn sie dauert nur wenige Minuten und kann rund um die Uhr – also auch abends oder am Wochenende - genutzt werden.

Dazu Norman Ostgathe von der DWA-Wirtschaftsauskunft: "Datenschutztechnisch ist das überhaupt kein Problem. Die Vermieter haben, wenn sie eine Wohnung an einen Interessenten vermieten möchten, ein berechtigtes Interesse. Die Daten kommen dann aus den öffentlichen Schuldnerregistern. Das ist absolut legal, bei uns eine Auskunft zu beziehen."

So wie Rudolf Erhardt ergeht es vielen. Schätzungen zufolge haben deutsche Vermieter derzeit Außenstände in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Schaden liegt bei 25.000 Euro. Soweit will es Rudolf Erhardt nach Möglichkeit natürlich nicht kommen lassen – zumal er seinen Kredit für dieses Haus noch längst nicht abbezahlt hat. Doch einfach ist es nicht, säumige Mieter schnell wieder los zu werden. Ist die Miete zwei Monate überfällig, kann eine fristlose Kündigung erfolgen, die allerdings hinfällig wird, wenn der Mieter in der Zwischenzeit bezahlt. Daher ist es ratsam, zeitgleich auch noch eine ordentliche Kündigung auszusprechen. Zieht der Mieter trotz ordentlicher Kündigung nicht aus, bleibt nur die sogenannte Räumungsklage – und auf die könnte es in diesem Fall möglicherweise hinauslaufen. Rudolf Erhardt:

Dieses Problem ist bei der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund hinlänglich bekannt. Eine Räumungsklage ist in der Regel langwierig und kostspielig. Dennoch lässt sich der Schaden zumindest begrenzen.

Dazu Dr. Kai Warnecke von Haus & Grund Deutschland in Berlin:

"Zweckmäßig wäre eine Räumung nach dem Vorbild des Berliner Modells. In diesem Fall erspart man sich, dass der Gerichtsvollzieher mit einem Umzugsunternehmen in die Wohnung kommt und die Wohnung leer räumen lässt. Er räumt einem lediglich die Schlüsselgewalt wieder ein und dann kann der Vermieter selbst die Möbel, die noch in der Wohnung vorhanden sind, entfernen und einlagern. Das kann locker bis zu 10.000 Euro sparen."

Um im Ernstfall nicht auf Mietrückständen und Räumungskosten sitzen zu bleiben, können Vermieter eine Versicherung abschließen, die inzwischen von verschiedenen Gesellschaften angeboten wird. Das sogenannte Mietfactoring kann auch steuerlich geltend gemacht werden. Trotzdem gilt: Angebote vergleichen und die Vertragsbedingungen genau überprüfen. Rudolf Erhardt hofft momentan noch immer auf eine gütliche Einigung. Ihre Schulden zumindest hat die Familie nach unseren Dreharbeiten überwiesen.

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